E-Scooter im Vergleich: 8 Modelle, 74 Tests, eine Kaufentscheidung
Großer Vergleich
8 Geräte · 74 Tests
Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Modell in diesem Vergleich liegen mehr als 600 Euro Preisunterschied – und trotzdem trennen die beiden bei der Gesamtnote nur 0,4 Punkte. Der NIU KQi3 Max kostet mit rund 899 Euro mehr als das Dreifache des Xiaomi Electric Scooter 4 Lite, landet aber nur 0,4 Punkte über dessen Note. Das zeigt: Der Preis allein sagt bei E-Scootern wenig darüber aus, wie gut ein Modell tatsächlich zum eigenen Bedarf passt.
Wir haben acht E-Scooter, die wir bereits einzeln getestet haben, aus insgesamt 74 ausgewerteten Quellen nebeneinandergelegt: von Einsteigermodellen unter 300 Euro bis zum Premium-Offroader. Herausgekommen ist eine klare Trennlinie zwischen Reichweite, Fahrkomfort und Preis – und die Erkenntnis, dass kein Modell in allen drei Kategorien gleichzeitig gewinnt.
Kurzfassung für Eilige
Wer Fahrkomfort will, kommt am Segway-Ninebot MAX G2 D mit seiner Doppelfederung kaum vorbei. Wer maximale Reichweite fürs Geld sucht, liegt beim NIU KQi3 Max oder dem Segway-Ninebot MAX G30D II richtig. Wer sparen will und mit kurzen Strecken auskommt, ist beim Xiaomi Electric Scooter 4 Lite am besten aufgehoben. Für unwegsames Gelände bleibt der isinwheel GT2 die einzige echte Option in diesem Vergleich.
Die Übersichtstabelle
| Gerät | Note | Preis (Stand August 2026) | Reale Reichweite | Federung |
|---|---|---|---|---|
| Segway-Ninebot MAX G2 D | 8,2 | ab 599 € | 32-46 km | Doppelfederung |
| Segway-Ninebot MAX G30D II | 7,8 | ab 449 € | 45-55 km | Keine |
| Segway-Ninebot F2 Pro D | 7,5 | ab 449 € | 30-40 km | Vordergabel |
| VMAX VX2 Pro | 7,5 | ab 699 € | ca. 56 km | Keine |
| NIU KQi3 Max | 7,2 | ab 899 € | über 40 km | Keine |
| Xiaomi Electric Scooter 4 Pro | 7,0 | ab 599 € | 45-51 km | Keine |
| Xiaomi Electric Scooter 4 Lite | 6,8 | ab 279 € | 20-25 km | Keine |
| isinwheel GT2 | 6,8 | ab 699 € | ca. 40 km | Offroad-Dualfederung |
Preis versus Note: Wer bietet das beste Paket?
Der auffälligste Befund aus unseren acht Einzeltests: Die Korrelation zwischen Preis und Gesamtnote ist schwächer, als man erwarten würde. Der Segway-Ninebot MAX G30D II erreicht mit 449 Euro die zweitbeste Note im gesamten Vergleich (7,8) – ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das kein anderes Modell in diesem Testfeld erreicht. Am anderen Ende steht der NIU KQi3 Max: Mit fast 900 Euro der mit Abstand teuerste Scooter im Vergleich, aber „nur“ auf Platz fünf bei der Note. Der Grund liegt nicht an schlechter Qualität, sondern am fehlenden Komfort – ohne Federung und ohne Blinker zahlt man hier vor allem für Reichweite und Motorleistung, nicht für ein rundes Gesamtpaket.
Der VMAX VX2 Pro und der Segway-Ninebot F2 Pro D teilen sich mit 7,5 Punkten Platz drei – bei einem Preisunterschied von 250 Euro. Wer das Budget knapper hält, bekommt beim F2 Pro D fast die gleiche Note zum deutlich niedrigeren Preis.
Reichweite: die größte Streubreite im Vergleich
Bei der Reichweite liegen die getesteten Modelle weit auseinander – von 20 bis 25 Kilometern beim Xiaomi Electric Scooter 4 Lite bis zu über 56 Kilometern beim VMAX VX2 Pro. Interessant ist dabei weniger die Herstellerangabe als die tatsächlich gemessene Praxisreichweite: Der NIU KQi3 Max und der VMAX VX2 Pro gehören laut unseren Einzeltests zu den wenigen Modellen, bei denen sich Werbeversprechen und Alltagswert nicht drastisch unterscheiden. Beim Segway-Ninebot MAX G2 D dagegen klafft trotz Testsieger-Titel bei Stiftung Warentest eine deutliche Lücke: 70 Kilometer verspricht der Hersteller, 32 bis 46 Kilometer liefert der Alltag.

Für Vielfahrer mit täglich langen Pendelstrecken bleibt der Segway-Ninebot MAX G30D II die wirtschaftlichste Wahl: solide 45 bis 55 Kilometer reale Reichweite zum niedrigsten Preis im oberen Reichweitensegment dieses Vergleichs.
Federung und Fahrkomfort: die eigentliche Trennlinie
Hier zeigt sich der klarste Unterschied zwischen den Modellen. Nur zwei der acht verglichenen Scooter bieten überhaupt eine echte Federung: der Segway-Ninebot MAX G2 D mit seiner in unserem Einzeltest gelobten Doppelfederung (hydraulisch vorne, Federsystem hinten) und der isinwheel GT2 mit seiner Offroad-Dualfederung. Alle anderen sechs Modelle – darunter auch das mit 899 Euro teuerste Modell im Feld, der NIU KQi3 Max – verzichten komplett auf Federung und verlassen sich allein auf die Luftreifen zur Dämpfung.
Wer regelmäßig auf schlechtem Asphalt, Kopfsteinpflaster oder Waldwegen unterwegs ist, sollte diesen Punkt stärker gewichten als die reine Reichweitenzahl. Der Fahrkomfort-Unterschied zwischen gefederten und ungefederten Modellen war in unseren Einzeltests durchgängig einer der am häufigsten genannten Kritikpunkte bei den ungefederten Scootern.
Außer Konkurrenz: der isinwheel GT2
Der isinwheel GT2 lässt sich mit den übrigen sieben Modellen nur eingeschränkt vergleichen, weil er eine andere Zielgruppe bedient. Während die restlichen Scooter klar auf Asphalt und befestigte Radwege ausgelegt sind, bringt der GT2 grobstollige Geländereifen und eine Dualfederung mit, die ihn auch auf Feldwegen und unbefestigtem Untergrund fahrbar macht. Der Preis dafür: höheres Gewicht und – laut unabhängigen Tests – eine Steigfähigkeit, die deutlich unter der Werbeangabe von 35 Prozent liegt. Wer regelmäßig im Stadtverkehr unterwegs ist, ist mit einem der anderen sieben Modelle besser bedient. Wer dagegen auch mal abseits geteerter Wege fahren will, findet in diesem Vergleich keine echte Alternative zum GT2.
Unser Fazit
Du willst maximalen Fahrkomfort und akzeptierst dafür ein höheres Gewicht: Der Segway-Ninebot MAX G2 D ist mit seiner Doppelfederung und dem Testsieger-Titel bei Stiftung Warentest die klare Empfehlung, trotz der optimistischen Reichweitenangabe.
Du fährst täglich lange Pendelstrecken und willst dafür nicht zu viel zahlen: Der Segway-Ninebot MAX G30D II liefert das beste Verhältnis aus Reichweite und Preis im gesamten Vergleich.
Dein Budget ist knapp und deine Strecken sind kurz: Der Xiaomi Electric Scooter 4 Lite kostet weniger als ein Drittel des teuersten Modells und reicht für Bahnhof, Supermarkt und die letzte Meile locker aus.
Du willst maximale Reichweite und Motorleistung, Komfort ist zweitrangig: Der NIU KQi3 Max und der VMAX VX2 Pro liegen bei der Praxisreichweite vorn, allerdings beide ohne Federung.
Du fährst auch abseits befestigter Wege: Der isinwheel GT2 bleibt in diesem Testfeld die einzige Option mit echter Offroad-Ausrichtung.
Wie seht ihr das?
Welches der acht Modelle fahrt ihr selbst, und deckt sich eure Erfahrung mit unserer Einordnung? Und: Ist euch Federung wichtiger als ein paar zusätzliche Kilometer Reichweite, oder seht ihr das andersherum?
