Amazon Fire TV Stick HD im Test: Der Einstiegs-Stick, der gleich zwei Vorgänger ersetzt
Mit dem Fire TV Stick HD hat Amazon 2024 gleich zwei Modelle auf einmal beerdigt: sowohl den klassischen Fire TV Stick als auch die Sparversion Fire TV Stick Lite. Ein einziger Nachfolger soll seither das gesamte Einstiegssegment abdecken. Ausgerechnet bei der Stromversorgung bleibt Amazon dabei aber auf einem Anschluss sitzen, den TechRadar im Test offen als „wild im Jahr 2024“ bezeichnet: Micro-USB statt USB-C.
Auf einen Blick
Der Fire TV Stick HD ist der günstigste Weg, einen Fernseher mit Alexa-Sprachsteuerung und Fire-TV-Oberfläche auszustatten. Volle HD-Auflösung, HDR-Unterstützung und eine Sprachfernbedienung gibt es bereits für unter 40 Euro. Wer 4K-Inhalte, Dolby Vision oder Dolby Atmos will, muss aber zum teureren Fire TV Stick 4K greifen – der günstige Aufpreis lohnt sich für die meisten Käufer laut mehreren Tests durchaus.
Zwei Modelle werden zu einem
Bis 2024 bot Amazon parallel den regulären Fire TV Stick und die abgespeckte Lite-Version an. What Hi-Fi? fasst die Neuordnung im Ratgeber zur aktuellen Fire-TV-Familie zusammen: Der Fire TV Stick HD ersetzt inzwischen beide Modelle und bringt als einzige nennenswerte Neuerung eine vollwertige Alexa-Sprachfernbedienung samt eigenen Tasten für Lautstärke und Ein-/Ausschalten des Fernsehers mit. Ansonsten bleibt es bei der bekannten Fire-TV-Formel: HDR-Unterstützung, Full-HD-Bildqualität, HDMI-ARC-Kompatibilität und ein 1,7-GHz-Prozessor.

Was drinsteckt – und was fehlt
TechRadar listet im Test die wichtigsten Eckdaten: Der Stick streamt bis zu 1080p und unterstützt HDR, HDR10, HDR10+ sowie HLG. Was fehlt, ist Unterstützung für Dolby Vision und Dolby Atmos – für diese Formate braucht es weiterhin den Fire TV Stick 4K. Tom’s Guide ergänzt in seinem ausführlichen Test die restlichen Spezifikationen: Quad-Core-Prozessor mit 1,7 GHz, Wi-Fi 5, 8 GB Speicher, HDMI- und Micro-USB-Anschluss. Genau dieser letzte Punkt sorgt für Stirnrunzeln bei beiden Redaktionen – ein Streaming-Stick, der 2024 noch auf den veralteten Micro-USB-Standard statt USB-C setzt, wirkt technisch nicht mehr zeitgemäß, auch wenn Kabel und Netzteil im Lieferumfang enthalten sind.
Bedienung und Software
Tom’s Guide beschreibt die Software-Erfahrung im Test als angenehm einfach zu navigieren, kritisiert aber wie praktisch jeder Fire-TV-Test die Oberfläche als zu aufdringlich in Richtung Prime Video. Genau dieser Kritikpunkt hat sich bei Amazon inzwischen offenbar herumgesprochen: CNN Underscored berichtet in einem aktuellen Test aus dem Jahr 2026 von einer überarbeiteten Startseite und spürbar flotterer Performance gegenüber der ursprünglichen 2024er-Version. Der Boot-Vorgang nach dem Drücken der Ein-Taste soll im Test merklich schneller ablaufen als etwa beim konkurrierenden, über USB betriebenen Roku Streaming Stick.
Für wen sich der Stick eignet – und wer besser aufrüstet
Tom’s Guide bringt die zentrale Kaufentscheidung im Test auf den Punkt: Der Fire TV Stick HD ist clever und günstig, die meisten Käufer sollten aber die rund 15 Dollar Aufpreis zum höher auflösenden und schnelleren Fire TV Stick 4K investieren. Wer allerdings einen älteren Fernseher ohne 4K-Panel betreibt oder das Gerät nur als Zweitstick fürs Gästezimmer sucht, bekommt hier alle Kernfunktionen zum kleinstmöglichen Preis. TechRadar ergänzt, dass Amazon trotz des Einstiegspreises nicht am klassischen Fire-TV-Erlebnis spart – wer die Marke und ihre App-Auswahl mag, bekommt hier dieselbe Basis wie bei den teureren Modellen, nur eben in geringerer Auflösung.
Testnoten im Überblick
testberichte.de aggregiert mehrere Einzeltests zur 2024er-Version auf die Note „gut“ (1,8) und ordnet den Stick damit ähnlich ein wie den direkten Vorgänger, der in einer früheren Aggregation ebenfalls mit „gut“ (1,9) abschnitt – die Kontinuität in der Bewertung zeigt, dass Amazon an der bewährten Grundformel wenig verändert hat. In einer aktuellen Rangliste der beliebtesten Streamingplayer positioniert dasselbe Portal den Fire TV Stick im unteren, besonders preisgünstigen Marktsegment zwischen 40 und 80 Euro, deutlich unterhalb von Google TV Streamer, Apple TV 4K oder Nvidia Shield TV. Ein Vergleichsüberblick von MediaMarkt reiht ihn ebenfalls konsequent bei den preiswerten Einstiegsmodellen ein, während die teureren 4K-Varianten in Sachen Bild- und Live-TV-Ausstattung vorne liegen.
Unser Fazit
Der Fire TV Stick HD macht genau das, was er soll: einen Fernseher ohne Smart-Funktionen für kleines Geld mit Fire TV und Alexa ausstatten. Für Käufer mit einem 4K-Fernseher lohnt sich der Griff zur nächsthöheren Preisstufe fast immer, weil der Aufpreis für Dolby Vision, Dolby Atmos und 4K-Auflösung überschaubar bleibt. Für alle mit älteren HD-Fernsehern oder als unkomplizierter Zweitstick bleibt der Fire TV Stick HD aber eine der günstigsten Möglichkeiten, moderne Streaming-Dienste und Sprachsteuerung nachzurüsten.
Was denkt ihr?
Würdet ihr die paar Euro Aufpreis zum Fire TV Stick 4K investieren, oder reicht euch für einen Zweitfernseher die HD-Auflösung völlig aus? Und wie wichtig ist euch persönlich, dass Amazon bei einem Einstiegsgerät noch auf Micro-USB statt USB-C setzt?
