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Heißluftfriteusen

Russell Hobbs SatisFry Dual Basket im Test: Ideal für große Familien, sagt die Werbung. Stimmt nicht ganz, sagt TechRadar

netzfazit.de Redaktion/ / 5 Min. Lesezeit / 5 Quellen
Russell Hobbs SatisFry Dual Basket Titelbild
Symbolbild KI generiert

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Deutsche Vergleichsportale wie homeandsmart.de bezeichnen die Russell Hobbs SatisFry Dual Basket unisono als ideal für große Haushalte. TechRadar hat das Gerät eine Woche lang im eigenen Zwei-Personen-Haushalt getestet und kommt in seiner „Don’t buy it if“-Rubrik zu einem klaren Gegenurteil: Wer eine große Familie hat und eine komplette Mahlzeit im Airfryer zubereiten will, sollte sich woanders umsehen. Fünf ausgewertete Quellen zeigen: Bei Bedienung und Kochergebnis überzeugt das Gerät weitgehend, bei der realistischen Haushaltsgröße klaffen Marketing und Praxistest spürbar auseinander.

Kurzfassung für Eilige

Die SatisFry Dual Basket bietet zwei unabhängig steuerbare Körbe mit je 4,5 Litern, kombiniert mit Sync- und Match-Funktionen für die zeitgleiche Zubereitung. Design und Bedienkonzept werden überwiegend gelobt, beim Bedienpanel und bei der mitgelieferten Anleitung zeigen sich in mehreren Tests aber Schwächen. Für zwei bis maximal vier Personen ist das Gerät nach übereinstimmender Einschätzung gut geeignet, für wirklich große Familien eher nicht.

Russell Hobbs SatisFry Dual Basket Artikelbild
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Design: stilvoll, aber ein echter Platzfresser

TechRadar beschreibt das mattschwarze Gehäuse mit Champagner-Akzenten als eines der stilvollsten Airfryer-Designs am Markt, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass das Gerät trotz kompakterer Bauform als klassische Side-by-Side-Modelle eine komplette Arbeitsfläche beansprucht und mit 7,8 Kilogramm ein echtes Schwergewicht ist. Die beiden Körbe sind laut der Redaktion tiefer als breit angelegt, was zwar größere Lebensmittel wie ein ganzes Hähnchen ermöglicht, gleichzeitig aber die tatsächlich nutzbare Menge pro Korb einschränkt. Konkret passten im Test etwa 321 Gramm Tiefkühl-Pommes in einen Korb, während im zweiten Korb gerade eben eine kleine Pizza Platz fand.

Bedienung: gutes Display, aber eine dünne Anleitung

Bei der Bedienung zeigt sich ein gemischtes Bild. testberichte.de fasst mehrere Testquellen zusammen und beschreibt die Bedienung über das digitale Touchscreen-Display insgesamt als unkompliziert. TechRadar differenziert das genauer: Das Display sei zwar übersichtlich gestaltet, das Zurechtfinden bei der getrennten Programmierung beider Körbe erfordere aber definitiv das Lesen der Anleitung, die im Vergleich zu Konkurrenzprodukten eher knapp ausfällt. Konkret bemängelt die Redaktion, dass sich ein einzelner Korb während des Betriebs nicht vorzeitig abbrechen lässt, ohne gleichzeitig den anderen, noch laufenden Korb zu stoppen, ein Verhalten, das im Handbuch nicht dokumentiert ist. Auch fehlen laut TechRadar Gewichtsangaben zu den Voreinstellungen, bei der Pizza-Funktion etwa bleibt unklar, für welche Pizzagröße das Programm eigentlich ausgelegt ist.

Kochergebnisse: meistens gut, bei Gemüse und Backen wackliger

TechRadar testete das Gerät mit einer breiten Palette an Lebensmitteln und kommt zu einem überwiegend positiven, aber nicht makellosen Ergebnis. Steaks aus dem Steak-Programm wurden nach eigener Aussage etwas zu stark durchgegart, schmeckten aber gut, Pommes gelangen dagegen außen knusprig und innen locker. Bei der Vegetables-Voreinstellung gab es geteilte Ergebnisse: Karotten gelangen hervorragend, Brokkoli dagegen war laut Testbericht deutlich zu dunkel geraten. Auch beim Backen zeigt sich eine Schwäche, die sich mit der Andeutung des britischen Verbrauchermagazins Which? deckt, das in seiner Testankündigung offen fragt, ob Gebäck in diesem Gerät am Ende einen „soggy bottom“ bekommt. TechRadar bestätigt das im eigenen Test: Muffins nach Voreinstellung gelangen ordentlich, ein Zitronenkuchen nach eigenem Rezept blieb dagegen recht trocken, ein Backofen liefere hier nach eigener Einschätzung spürbar bessere Resultate.

Die Sache mit der Haushaltsgröße

Hier liegt der eigentliche Aufhänger dieses Tests. Mehrere deutsche Vergleichsportale, darunter homeandsmart.de in einer eigenen Marktübersicht zu Doppelkammer-Fritteusen, positionieren die SatisFry Dual Basket explizit als ideal für große Haushalte. TechRadar formuliert nach einer Woche intensivem Praxistest in einem Zwei-Personen-Haushalt eine deutlich andere Einschätzung und rät in der eigenen „Don’t buy it if“-Rubrik ausdrücklich von einem Kauf ab, wenn man eine große Familie mit einer kompletten Mahlzeit versorgen möchte. Als Grund nennt die Redaktion die tiefen, aber nicht sonderlich breiten Körbe, die zwar große Einzelstücke aufnehmen, aber keine großen Mengen. Wer zu zweit kocht, kommt laut TechRadar mit dem Gerät gut zurecht, größere Haushalte bräuchten dagegen praktisch immer beide Körbe gleichzeitig, was eine parallele Zubereitung unterschiedlicher Gerichte unmöglich macht.

Preis & Lautstärke

Bei einem britischen Listenpreis von rund 200 Pfund positioniert TechRadar das Gerät im oberen Preissegment, bewertet es aber als gute Investition, da es nach eigener Einschätzung einige teurere Konkurrenzmodelle bei der Ergebnisqualität übertrifft. Zur Lautstärke liefert die Redaktion einen konkreten Messwert: 63 bis 64 Dezibel im Betrieb, hörbar, aber nicht störend laut. Die deutsche Werbeaussage, das Gerät arbeite „sehr leise“ und „ohne lautes Summen“, wie sie auf mehreren Verkaufsseiten zu finden ist, lässt sich mit diesem Messwert nur bedingt vereinbaren, ein Vergleich mit anderen Airfryern in ähnlicher Leistungsklasse würde hier weiterhelfen, liegt aber in den ausgewerteten Quellen nicht vor.

7,0 von 10
Gesamtnote

Russell Hobbs SatisFry Dual Basket

Stilvoll und zuverlässig bei Standardgerichten, aber für große Familien eher ungeeignet, als die Werbung glauben macht.

Kochergebnis 7,0 / 10
Sync & Match Funktion 8,0 / 10
Bedienung 6,0 / 10
Verarbeitung 8,0 / 10
Fassungsvermögen 6,0 / 10
Preis-Leistung 7,0 / 10

Die Gesamtnote basiert auf unserer redaktionellen Auswertung von 5 unabhängigen Testberichten und eigener Recherche. Rechnerischer Durchschnitt der Kriterien: 7,0 – die Gesamtnote ist redaktionell gewichtet.

Unser Fazit

Die Russell Hobbs SatisFry Dual Basket ist ein optisch ansprechendes und bei den meisten Standardgerichten zuverlässiges Gerät, das seine Stärken bei Pommes, Fleisch und einfachen Beilagen ausspielt. Bei der oft beworbenen Eignung für große Familien widerspricht der intensive Praxistest von TechRadar der deutschen Marketingsprache jedoch deutlich, die tief, aber schmal geschnittenen Körbe limitieren die tatsächlich nutzbare Menge stärker, als es die Neun-Liter-Gesamtangabe vermuten lässt. Für Paare oder kleinere Haushalte, die Wert auf zwei parallel nutzbare Garzonen legen, bleibt das Gerät nach der überwiegenden Einschätzung der ausgewerteten Quellen eine gute Wahl.

Wie seht ihr das?

Kocht ihr mit der SatisFry Dual Basket auch für größere Runden, und deckt sich euer Eindruck eher mit der deutschen Werbeaussage oder mit dem zurückhaltenderen Urteil von TechRadar? Und: Wie sind eure Erfahrungen beim Backen im Gerät? Schreibt es uns in die Kommentare.

Ausgewertete Quellen 5

netzfazit.de Redaktion

Das Redaktionsteam von netzfazit.de wertet für jeden Beitrag mehrere unabhängige Testberichte aus, prüft Widersprüche zwischen den Quellen und schreibt daraus eine eigenständige Einordnung.

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