Cuktech 15 Ultra im Test: 210 Watt und ein Vollladen in 35 Minuten, aber lohnt sich das Gewicht?
In 35 Minuten von 0 auf 100 Prozent, das schafft die Cuktech 15 Ultra dank ihres „Beast Mode“ mit bis zu 165 Watt Eingangsleistung über zwei kombinierte USB-C-Ports. Kaum eine andere Powerbank in dieser Kapazitätsklasse lädt sich annähernd so schnell selbst wieder auf. Ausgerechnet dieser Geschwindigkeitsvorteil wirft aber eine Frage auf, die ein englischsprachiger Test explizit stellt: Wenn ein Gehäuse so groß und wuchtig ausfällt, dass es sich kaum noch beiläufig in eine Tasche stecken lässt, warum stecken dann nur 20.000 mAh Kapazität darin, während andere Hersteller in ähnlich große Gehäuse deutlich mehr Energie packen? Zwischen beeindruckender Ladetechnik und einem aus Sicht mancher Tester nicht ganz ausgereizten Kapazitäts-Formfaktor-Verhältnis liegt bei der 15 Ultra eine Spannung, die sich lohnt, genauer zu betrachten.
Die Kurzfassung für Eilige: Die Cuktech 15 Ultra (PB200U) ist eine Hochleistungs-Powerbank mit bis zu 210 Watt Gesamtleistung über drei Ports, einem informativen Farbdisplay und einer der schnellsten Selbstladefunktionen am Markt. Verarbeitung, Kompatibilität und Ladeleistung überzeugen in praktisch allen ausgewerteten Tests, kritisiert wird vor allem das für die Kapazität recht sperrige und schwere Gehäuse. Für alle, die regelmäßig Notebooks oder mehrere leistungshungrige Geräte gleichzeitig laden und dafür bereit sind, etwas mehr Gewicht zu tragen, gehört sie zu den interessantesten Optionen im High-End-Segment.
Verarbeitung: robust, mit sichtbarer Nahtstelle
Cuktech setzt bei der 15 Ultra auf das derzeit beliebte säulenartige Design, wie es auch bei vielen Konkurrenzmodellen zu finden ist. Ein Test bestätigt eine insgesamt gute Verarbeitungsqualität mit Materialien, die sich angemessen hochwertig anfühlen, es gebe keinerlei Flex im Gehäuse, egal von welcher Seite man Druck ausübt. Kritisch angemerkt wird allerdings die recht auffällige Nahtstelle, an der das Gehäuse auf das Display trifft, ein optischer Kleinmakel bei einem sonst durchdacht wirkenden Gerät. Das zweifarbige Grau-Schwarz-Farbschema wird als eher unauffällig, aber solide beschrieben, die glänzende Front rund um das Display sorge für einen aufgeräumten Eindruck, während die strukturierte Rückseite für zusätzlichen Grip sorgt.

Das Display: viele Informationen, viel Kontrolle
Das 1,3-Zoll-Farbdisplay zeigt laut mehreren Tests deutlich mehr als nur den Akkustand: Ladeleistung in Watt, Spannung und Stromstärke für Ein- und Ausgang lassen sich in Echtzeit ablesen. Besonders hervorgehoben wird die Möglichkeit, den ersten USB-C-Port individuell zu konfigurieren, wahlweise als reinen Eingang, reinen Ausgang oder im Standard-Modus für beides gleichzeitig. Das schafft laut einem Test mehr Flexibilität beim technischen Handshake zwischen Powerbank und angeschlossenem Gerät und kann helfen, Kompatibilitätsprobleme mit bestimmten Notebooks oder Ladestationen zu umgehen. Ein zweiter Test lobt diese Einstellungsmöglichkeiten ausdrücklich als einen der praktischsten Vorteile gegenüber weniger konfigurierbaren Konkurrenzmodellen.
Ladeleistung: 210 Watt in der Summe, 140 Watt pro Port
Die Cuktech 15 Ultra verteilt ihre Gesamtleistung von 210 Watt auf zwei USB-C-Ports und einen USB-A-Port. Eine technische Messung mit einem professionellen USB-Prüfgerät bestätigt die von Cuktech beworbenen Werte für die Portaufteilung im Detail: Der erste Ausgang liefert bis zu 20 Volt bei 6 Ampere, der zweite bis zu 20 Volt bei 3 Ampere und der USB-A-Port bis zu 10 Volt bei 3 Ampere, in Summe ergibt das die beworbenen 210 Watt bei gleichzeitiger Nutzung aller drei Ports. Im Alltagstest mit mehreren aktuellen Smartphones unterschiedlicher Hersteller, darunter ein Vivo X200 Pro, ein Oppo Find X8 Ultra, ein iPhone 16 Pro Max und ein Google Pixel Pro XL, funktionierte das Laden durchgehend zuverlässig, ohne dass es zu spürbarer Überhitzung kam, ein Beleg für das nach Einschätzung des Tests gute Thermomanagement.
Für Xiaomi-, Poco- und Redmi-Besitzer bietet die Powerbank zusätzlich Unterstützung für das proprietäre HyperCharge-Protokoll über das mitgelieferte 6-Ampere-Kabel, was laut Herstellerangabe bis zu 120 Watt HyperCharge-Geschwindigkeit ermöglicht. Eine unabhängige Kompatibilitätsprüfung mit einer größeren Geräteauswahl kam auf konkrete Werte von 99 Watt für ein Xiaomi-Smartphone und 95 Watt für ein MacBook Pro mit M1-Max-Chip, wobei dieser Test von einem mit Cuktech verbundenen Händler stammt und entsprechend mit Vorsicht zu lesen ist.
Effizienz: gut bei Volllast, noch besser darunter
Bei der Energieeffizienz liefert ein deutscher Test konkrete Messwerte für unterschiedliche Lastszenarien: Bei voller 140-Watt-Last bewegt sich die Cuktech 15 Ultra im als gut eingestuften Bereich, unter geringerer Last zwischen 65 und 100 Watt arbeitet sie nach dieser Messung sogar noch effizienter. Eine zweite, unabhängige technische Messung kommt für einen niedrigeren Lastbereich auf eine Umwandlungseffizienz von rund 83 Prozent bei 5-Volt-Last, ein für Powerbanks dieser Leistungsklasse plausibler und solider Wert. Beide Messungen bestätigen sich also gegenseitig, ohne dass eine der beiden auffällig schlechter abschneidet als die andere.
Selbstladefunktion: der „Beast Mode“ als Alleinstellungsmerkmal
Der wohl auffälligste Pluspunkt der 15 Ultra ist ihre eigene Ladegeschwindigkeit. Ein Test bestätigt konkret, dass sich die Powerbank im sogenannten Beast Mode, bei dem beide USB-C-Ports gleichzeitig als Eingang genutzt werden, innerhalb von rund 35 Minuten von leer auf voll laden lässt. Das ist für eine 20.000-mAh-Powerbank ein außergewöhnlich schneller Wert und bedeutet in der Praxis, dass sich lange Wartezeiten am Ladegerät auf ein Minimum reduzieren. Voraussetzung dafür ist allerdings ein entsprechend leistungsfähiges Netzteil mit ausreichend hoher kombinierter Ausgangsleistung, ohne das bleibt auch diese Powerbank auf die üblichen, deutlich längeren Ladezeiten beschränkt.
Die Formfaktor-Frage: zu groß für die gebotene Kapazität?
Der kritischste Punkt in der Berichterstattung kommt von einem englischsprachigen Test, der die Cuktech 15 Ultra insgesamt positiv bewertet, aber einen zentralen Kompromiss klar benennt: Das Gehäuse sei zwar angenehm schmal in der Breite, dafür aber recht lang und vor allem sehr tief beziehungsweise dick, eine Form, die sich je nach Gepäckzuschnitt gut oder eher schlecht einpacken lässt. Der eigentliche Kritikpunkt des Tests liegt aber woanders: Für die Größe und das Gewicht des Gehäuses biete die Powerbank vergleichsweise wenig Kapazität, andere Hersteller würden in ähnlich große oder sogar kompaktere Gehäuse mehr Energie unterbringen. Dieser Einwand steht im Kontrast zu anderen Tests, die den Formfaktor unkommentiert lassen oder sogar als gelungene Balance zwischen Leistung und Portabilität beschreiben, ein Hinweis darauf, dass die Bewertung dieses Kompromisses stark von den individuellen Ansprüchen an Tragbarkeit abhängt.
Unser Fazit
Die Cuktech 15 Ultra ist technisch eine der beeindruckendsten Powerbanks im High-End-Segment: 210 Watt Gesamtleistung, ein informatives und konfigurierbares Display, breite Geräteunterstützung bis hin zu Xiaomis proprietärem Schnellladeprotokoll und eine der schnellsten Selbstladezeiten überhaupt sprechen eine klare Sprache. Wer regelmäßig Notebooks unterwegs laden muss oder mehrere leistungshungrige Geräte gleichzeitig versorgt, bekommt hier ein durchdachtes Werkzeug. Der von einem Test kritisierte Formfaktor, groß und schwer bei vergleichsweise moderater Kapazität, ist dabei kein Ausschlusskriterium, aber ein Punkt, den man vor dem Kauf gegen die eigenen Portabilitätsansprüche abwägen sollte. Wer primär eine möglichst kompakte Alltagspowerbank sucht, findet anderswo passendere Optionen, wer dagegen maximale Ladeleistung und -geschwindigkeit priorisiert, macht mit der 15 Ultra kaum etwas falsch.
Wie seht ihr das?
Ist euch bei einer High-End-Powerbank die reine Ladegeschwindigkeit wichtiger als ein möglichst kompaktes Gehäuse, oder würdet ihr für mehr Kapazität auch etwas mehr Volumen in Kauf nehmen? Und nutzt ihr Funktionen wie den konfigurierbaren Port-Modus überhaupt, oder ist euch eine einfache Powerbank ohne Einstellungsmenü lieber? Schreibt es uns in die Kommentare.
