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Beamer & Projektoren

TCL C1 im Test: Google TV und starker Kontrast, aber zu wenig Licht

netzfazit.de Redaktion/ / 5 Min. Lesezeit / 11 Quellen
Titelbild TCL C1 Symbolbild
Symbolbild KI generiert

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TCL ist vor allem für Fernseher bekannt, mit dem C1 steigt der Hersteller in die Klasse der kleinen Gimbal-Beamer ein. Die Grundfläche entspricht etwa einer CD-Hülle, der Beamer lässt sich auf seinem Standfuß um 285 Grad drehen und bringt Google TV mit offiziellem Netflix mit. Bei rund 250 Euro ist das eine Kampfansage an Dangbei und XGIMI.

Wir haben elf Testberichte aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und den USA ausgewertet. Bei der Helligkeit sind sich alle einig, beim Klang und beim Lüfter dagegen überhaupt nicht.

Kurz gesagt

Der TCL C1 ist ein unkomplizierter Streaming-Beamer mit dem besten Smart-System seiner Preisklasse und überraschend gutem Kontrast. Mit 230 ISO-Lumen braucht er aber einen dunklen Raum. Einen Akku hat er nicht, und beim Klang reichen die Urteile von „überraschender Bass“ bis „hohl“.

Artikelbild TCL C1
Symbolbild KI generiert

Helligkeit: Der Schwachpunkt, den alle nennen

TCL gibt 230 ISO-Lumen an, von SGS zertifiziert. Das ist etwas mehr als beim Dangbei N2 mini, aber deutlich weniger als bei der XGIMI MoGo-Reihe. Heise bringt es schon in der Überschrift auf den Punkt: Der Beamer sei zu dunkel. Trastomania nennt die Helligkeit die Achillesferse, Hefestec hätte sich 300 bis 400 Lumen gewünscht.

WinFuture hat den C1 direkt mit dem XGIMI Vibe One verglichen. Der TCL ist dunkler, und um mit dem Vibe One gleichzuziehen, müsste man dort die hellste Stufe wählen, die extrem laut ist. Tecnoandroid empfiehlt 60 bis 80 Zoll, ab 100 Zoll braucht es fast völlige Dunkelheit. Notebookcheck rät, den Beamer näher an die Wand zu stellen, dann werden Helligkeit und Farben besser.

Bild: Besserer Kontrast als bei der Konkurrenz

Im dunklen Raum überzeugt der C1. RTINGS bescheinigt ihm im direkten Vergleich einen deutlich stärkeren Kontrast als dem Samsung Freestyle 2 und wertet ihn insgesamt leicht besser. Wer Wert auf Farbtreue legt, ist laut RTINGS allerdings beim Samsung besser aufgehoben, weil der ab Werk genauer ist und sich leichter kalibrieren lässt.

Tecnoandroid lobt natürliche Farben ohne die typischen Grün- oder Magentastiche billiger Beamer. Trastomania fand die Schärfe bei 100 Zoll gut und stellte fest, dass HDR von einer Xbox Series X funktioniert, obwohl es nicht im Datenblatt steht. Verarbeitet wird alles in Full HD. Notebookcheck sah leicht ungleichmäßige Graustufen, Univers Lampe gelegentlich unscharfe Ränder.

Google TV: Das stärkste Argument

Beim Smart-System sind sich die Tests einig. Google TV mit offiziell lizenziertem Netflix, Chromecast und Google Assistant ist laut Univers Lampe und Trastomania das wichtigste Verkaufsargument. Anders als beim Dangbei N2 mini laufen auch Disney+ und Prime Video nativ. Hefestec und Tecnoandroid loben die flüssige Bedienung.

Notebookcheck bemerkte eine unzuverlässige Sprachsuche und dass der Mediaplayer keine 4K-Dateien abspielt. Univers Lampe berichtet von vereinzelten WLAN-Abbrüchen und Aussetzern bei Bluetooth-Soundbars. Autofokus und Trapezkorrektur funktionieren laut WinFuture, Hefestec und Tecnoandroid gut, Univers Lampe fand sie gelegentlich ungenau, ließ sich aber per Fernbedienung nachjustieren.

Klang: Von gut bis hohl

Der 8-Watt-Lautsprecher mit Dolby Audio ist laut WinFuture kräftiger als bei vielen Konkurrenten. Tecnoandroid hört überraschenden Bass, Notebookcheck vergleicht ihn mit einem guten Fernseherlautsprecher und lobt die verständlichen Dialoge auch bei voller Lautstärke.

Andere Tester hören das ganz anders. Univers Lampe nennt den Klang hohl und ohne Bass, Hefestec bei großen Bildern blechern und griff zum externen Lautsprecher. The Gadgeteer bezeichnet ihn als Notlösung. Ein Grund für die unterschiedlichen Eindrücke könnte die Bauweise sein: Der Lautsprecher strahlt nach hinten ab. Notebookcheck stellte fest, dass Zuhörer vor dem Beamer deutlich weniger Höhen hören als dahinter.

Lüfter: Kaum hörbar oder störend?

TCL gibt unter 30 Dezibel an. Für Univers Lampe ist der Lüfter eine klare Stärke und selbst in leisen Szenen kaum hörbar. WinFuture lobt, dass der C1 nicht so laut wird wie der Vibe One. Notebookcheck hörte ihn dagegen deutlich, Hefestec beschreibt ihn als gleichmäßiges Rauschen. Ärgerlich: Laut Notebookcheck läuft er auch im Bluetooth-Lautsprechermodus weiter.

Ausstattung und Schwächen

Die optische Einheit ist nach IP5X staubdicht, TCL verspricht 30.000 Stunden Lebensdauer für die Lichtquelle. Eine Objektivabdeckung fehlt, was Notebookcheck, testberichte.de und Univers Lampe kritisieren. Es gibt nur einen HDMI- und einen USB-Anschluss. Hefestec hatte mit gelegentlich für eine Sekunde schwarzem Bild zu kämpfen, fand aber keine Hinweise auf einen verbreiteten Fehler.

Einen Akku hat der C1 nicht. The Gadgeteer gibt zwar rund zwei Stunden Akkulaufzeit an, das widerspricht aber allen anderen Tests und dem Datenblatt.

Preis

Die UVP liegt bei 279 Euro. WinFuture fand ihn bei Amazon für rund 255 Euro, Hefestec sah Preise zwischen 230 und 270 Euro (Stand: Oktober 2026).

6,5 von 10
Gesamtnote

TCL C1

Bestes Smart-System und starker Kontrast für wenig Geld, aber nur bei ausgeschaltetem Licht.

Bildqualität 7,0 / 10
Helligkeit 4,0 / 10
Klang 6,0 / 10
Akku & Mobilität 5,0 / 10
Bedienung & Software 9,0 / 10
Preis-Leistung 8,0 / 10

Die Gesamtnote basiert auf unserer redaktionellen Auswertung von 11 unabhängigen Testberichten und eigener Recherche. Rechnerischer Durchschnitt der Kriterien: 6,5 – die Gesamtnote ist redaktionell gewichtet.

Das Fazit

Die Urteile sind überwiegend positiv. Univers Lampe vergibt 16 von 20 Punkten, testberichte.de zeigt widersprüchlich die Note 1,5 in der Überschrift und 2,2 im Fazit. Tecnoandroid nennt den C1 im Text die beste Wahl unter 500 Euro, vergibt aber nur 6 von 10 Punkten. Solche Ungereimtheiten zeigen, wie vorsichtig man mit einzelnen Wertungen umgehen sollte.

Inhaltlich ist das Bild klar. Der TCL C1 hat das beste Smart-System und laut RTINGS einen besseren Kontrast als der deutlich teurere Freestyle 2. Die geringe Helligkeit begrenzt ihn aber auf abgedunkelte Räume. Beim Klang und beim Lüfter hängt das Urteil offenbar stark von Aufstellung und Empfindlichkeit ab.

Wer einen günstigen Beamer mit vollem Streaming-Angebot für Abende im Schlafzimmer oder Wohnzimmer sucht, ist mit dem C1 gut bedient und bekommt mehr Apps als beim Dangbei N2 mini. Wer auch tagsüber oder draußen schauen will, braucht mehr Lumen.

Was meint ihr?

Ist euch Google TV wichtiger als ein paar Lumen mehr? Oder hängt bei euch ohnehin ein Streaming-Stick am Beamer?

Ausgewertete Quellen 11

netzfazit.de Redaktion

Das Redaktionsteam von netzfazit.de wertet für jeden Beitrag mehrere unabhängige Testberichte aus, prüft Widersprüche zwischen den Quellen und schreibt daraus eine eigenständige Einordnung.

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